Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone sind immer wieder herausgefordert, ihre Tätigkeiten zu reflektieren – im Blick auf sich selbst und auf die Menschen, denen sie begegnen. Ein erfahrener und ein jüngerer Pastor geben mit ihren Beiträgen in diesem THEOLOGISCHEN GESPRÄCH hilfreiche Impulse dafür und führen in die pastoraltheologische und teilweise exegetische Diskussionslage des Themas ein.

 SWEN SCHÖNHEIT (Jahrgang 1958) ist Pfarrer an der Apostel-Petrus-Gemeinde in Berlin (Märkisches Viertel). Zugleich ist er als theologischer Referent bei der Geistlichen-Gemeinde-Erneuerung Deutschland tätig, seit August 2015 mit einer halben Pfarrstelle. Als Gründungsmitglied von „Gemeinsam für Berlin“ war er seit den 1980er Jahren engagiert in Pastoren- und Gebetskreisen für die Stadt und fördert jüngere Leiter. Zuletzt hat Schönheit ein Buch im Asaph-Verlag mit dem Titel „Menschen mit Format – Leiten lernen mit Jesus“ veröffentlicht. Sein Beitrag reflektiert die Situation des pastoralen Dienstes in der evangelischen Landeskirche und regt dazu an, als Pastorin bzw. Pastor strategische Entscheidungen in Bezug auf die eigene Rolle zu treffen, und zwar in theologischer, psychologischer, soziologischer und didaktischer Hinsicht. Dabei empfiehlt er, den eigenen „Typ“ stark zu berücksichtigen.

DENNIS SOMMER (Jahrgang 1984) ist seit 2010 Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wetter-Grundschöttel. Am Ende seines Anfangsdienstes hat er in seiner Vikariatsarbeit die besonderen Herausforderungen des Pastors im Blick auf seine Beziehungen reflektiert. Für das THEOLOGISCHE GESPRÄCH hat er einen Aufsatz verfasst, der deutlich macht, wie die unterschiedlichen Beziehungen zu Menschen die Tätigkeit eines Pastors bzw. einer Pastorin prägen und wie Beziehungen Aufgabe und Arbeitsmittel des pastoralen Dienstes sind. Dabei ermutigt er vor dem Hintergrund pastoraltheologischer Diskurse und exegetischer Beobachtungen dazu, die eigene pastorale Rolle immer wieder zu betrachten und ggf. neu auszurichten.

Passend zum Thema des Heftes richtet sich die Predigt von MICHAEL KISSKALT zunächst besonders an Studienanfänger der Evangelischen Theologie und entfaltet vier Leitsätze zum Charakter heilsamer theologischer Lehre. Der Rektor der Theologischen Hochschule Elstal hat über Hebräer 13,7-17 anlässlich einer Semestereröffnung und der Einführung eines neuen Professors gepredigt. Zugleich war es seine erste Predigt in der Funktion als Rektor. Die Besprechung der Predigt hat der ehemalige Rektor der Theologischen Hochschule Ewersbach, Dozent MICHAEL SCHRÖDER, übernommen.

Michael Rohde (Schriftleitung)

Social Share: