In diesem Heft melden sich Missionstheologen des Bundes Freier evangelischer Gemeinden zu Wirt, die Mission neu denken. Sie zeigen auf, welche Relevanz neuere Entwicklungen in Mission und Missionstheologie für den freikirchlichen Kontext haben. 
Christliche Mission heute nicht mehr als kirchlicher Herrschaftsakt verstanden, sondern als Zeugnis des Evangeliums in Wort und Tat, mit großem Respekt vor den Menschen, zu denen man sich als Kirche und Christenmensch gesandt fühlt. Denn man weiß, dass Gott in seiner Mission auch außerhalb der Kirche am Wirken ist. Von daher sieht Mission die Welt nicht mehr als feindliches Gegenüber, sondern als Ort, an dem sie mit allen Menschen guten Willens zusammen wirken kann. JOHANNES REIMER, Professor für Missionswissenschaften an der Theologischen Hochschule Ewersbach, führt dies in seinem Beitrag Inklusive Mission theologisch-biblisch begründet aus und gibt starke Impulse für die missionarische Praxis. 
MATTHIAS EHMANN, noch Pastor der FeG-Gemeindegründungsarbeit CityChurch in Würzburg, ab September wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Missionswissenschaft an der Theologischen Hochschule Ewersbach, konkretisiert diesen Ansatz im Blick auf die globalen Veränderungen in der Christenheit und die wachsende Präsenz internationaler Gemeinden und Kirchen in Deutschland. Diese Umwälzungen im globalen Christentum bringen neue Möglichkeiten und Herausforderungen für die Kirchen in Deutschland mit sich. In seiner Argumentation lässt Ehmann vor allem afrikanisch-stämmige Theologen zu Wort kommen. 
Die Predigtwerkstatt enthält in diesem Heft eine in ökumenischen Kontexten gehaltene Predigt von Dr. JOCHEN WAGNER, Pastor der FeG Kirchberg, zum Thema: Auferstehen zum Leben - mit Elija (1. Könige 19,1-8). Durchaus kritisch kommentiert wird die Predigt von MARTIN ENGLISCH, Pastor in der jungen Gemeinde "Jesus-Treff" in Stuttgart. 
Dieses Heft ist das erste THEOLOGISCHE GESPRÄCH, in dem mindestens ein Aufsatz pro Heft vor der Veröffentlichung ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen musste. Die Mitglieder des "Akademischen Beirats" werden im Impressum angezeigt. So erhält unsere Zeitschrift einen höheren akademischen Stellenwert, der ihrer Qualität gerecht wird. 
Dass die Lektüre des Heftes Freude macht, zum theologischen Weiterdenken ermutigt und zu einer neuen missionarischen Praxis motiviert, wünsche ich den Leserinnen und Lesern von Herzen. 
Michael Kisskalt (Schriftleitung)

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