Diese Ausgabe enthält zwei Aufsätzen zu grundlegenden biblisch-theologischen Themen: LENA TONTCHEV hat sich im Rahmen ihres Masterstudiengangs mit dem Schwerpunkt „Biblische Studien“ am Theologischen Seminars Elstal  (FH) eingehend mit Segenstheologien im Alten und Neuen Testament beschäftigt und präsentiert im THEOLOGISCHEN GESPRÄCH einen Aufsatz zur Auseinandersetzung mit der Thematik.

Die Autorin beginnt im Herbst ihre Tätigkeit als Pastorin in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Kassel-Möncheberg. Ihr Beitrag ist ein Beispiel dafür, dass die Praxis des Segnens die theologische Reflexion des Segnens benötigt, um nicht zum inhaltsleeren Ritus zu erstarren. Der Aufsatz regt dazu an, weitere „Spuren des Segens“ in exegetischer und theologischer Hinsicht zu entdecken und ihnen nachzugehen.

Mit dem Verständnis vom „Evangelium“ in der urchristlichen Gemeinde beschäftigt sich PEETER ROOSIMAA. Sein Aufsatz führt am Beispiel zu der Beobachtung, dass die ersten Christen sich der „heidnischen“ Sprache und Gedankenwelt bedienen, um ihren Glauben zu bezeugen. Der Autor kann damit an einem der wohl christlichsten Begriffe überhaupt zeigen, dass Christen sich dem „Zeitgeist“ geradezu anpassen müssen, um mit ihrer Überzeugung und ihrem Anliegen verstanden zu werden und ganz bei ihrer Sache bleiben. Der Autor ist Dozent für Neues Testament an der Theologischen Fakultät der Universität Tartu (Estland). Seine Promotionsschrift wurde 2004 in Tartu in estnischer Sprache veröffentlicht und enthält eine deutsche Zusammenfassung unter dem Titel: „Über estnische Übersetzungen des Neuen Testaments und übersetzungsunterstützende Exegese“.

In der Predigtwerkstatt setzen wir die Reihe von Predigten zu besonderen Anlässen mit einer Ordinationspredigt fort. Dabei handelt es sich bei der Perikopenpredigt zu Palmarum ganz sicher nicht um eine typische Textauswahl für eine Ordination: Der Alttestamentler STEFAN STIEGLER legt Mt 21,1-17 für den zu ordinierenden Neutestamentler Carsten Claußen und die versammelte Gemeinde aus und korrigiert dabei drei gängige Jesus-Bilder. Den Kommentar hat Pastor UDO VACH übernommen, der als Vorstandsmitglied beim Evangeliumsrundfunk (ERF) verantwortlich für die inhaltliche Programmgestaltung des Senders ist.

In dieser Ausgabe war mehr Platz für Rezensionen, so dass einige neuere Veröffentlichungen von freikirchlichen Autoren oder zu freikirchlichen Themen besprochen werden können.

Wenn Sie Rückmeldungen oder Anregungen zum THEOLOGISCHEN GESPRÄCH haben, dann nehmen Sie gerne Kontakt zur Schriftleitung auf. Auf unserer Homepage www.theologisches-gespraech.de finden Sie neuerdings eine Übersicht zu den bisher veröffentlichten Predigten der Predigtwerkstatt.

Michael Rohde

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