Zwei Aufsätze aus dem Bereich der biblischen Studien bilden den Abschluss des 35. Jahrgang des THEOLOGISCHEN GESPRÄCHS: SIMON WERNER hat einen aufschlussreichen Forschungsüberblick zu neutestamentlichen Gleichnissen zusammengestellt, der zeigt, dass Gleichnisse als „bewohnbare Bildwelten“ größeren Interpretationsspielraum zulassen, als die alte Suche nach dem einem Vergleichspunkt, dem vermeintlichen tertium comparationis, gelten lassen wollte.

Er ermutigt darüber hinaus ausdrücklich dazu, über unterschiedliche Glaubenserfahrungen mit den Gleichnissen Jesu ins Gespräch zu kommen und regt damit die Fortsetzung des Theologischen Gesprächs an. Der Autor war von 2006 bis 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Theologischen Seminar Elstal (FH), arbeitet als Pastor der Baptistengemeinde Nordhorn und forscht gleichzeitig im Rahmen eines Promotionsvorhabens über die Rezeption der Bergpredigt im 19. Jahrhundert.

JULIUS STEINBERG führt in seinem Beitrag in die verschiedenen Auslegungssätze des Hoheliedes ein und präsentiert dann aus dem Text und darüber hinaus gewonnene Thesen für eine Theologie der Liebe. In der ersten Ausgabe des THEOLOGISCHEN GESPRÄCHS 2010 haben wir eine Traupredigt zu einem Text des Hoheliedes veröffentlicht. Mit seinem Aufsatz widmet sich der Alttestamentler Steinberg nun umfassend dem Phänomen der Liebe zwischen Mann und Frau. Steinberg ist Dozent für Altes Testament am Theologischen Seminar Ewersbach, wurde 2004 mit einer Arbeit zu den Schriften (Ketuvim) promoviert und forscht im Bereich der Weisheit.

Eine Adventspredigt hat der Pastor und Supervisor ANDREAS MÜLLER (BFeG) verfasst, welche vom erfahrenen Pastor Menno ter Haseborg (BEFG) kommentiert wird.

In dieser Ausgabe schließen wir die Leseempfehlungen aus dem Bereich der Diakone on Ralf Dziewas ab, welche in der letzten Ausgabe begonnen haben, diesmal mit Rezensionen über Veröffentlichungen zu einzelnen Aufgabenfeldern der Diakonie.

35 Jahrgänge der Fachzeitschrift THEOLOGISCHES GESPRÄCH waren kein Anlass für einen Festakt, aber sie sind Anlass zum Dank an viele Autorinnen und Autoren und Herausgeber für hohen Einsatz und verbinden ich mit dem Wunsch an unsere Leserinnen und Leser, dass die Zeitschrift weiter empfohlen wird.

Michael Rohde

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