Die Beiträge dieser Ausgabe widmen sich demselben Thema, dies aber mit drei unterschiedlichen, sich ergänzenden Perspektiven. OTTO IMHOF fragt als Vorstandsvorsitzender eines Diakoniewerkes mit über 1000 Beschäftigten nach dem Ideal christlicher Diakonie und zeigt auf, wie sich dies in den Leitsätzen der Einrichtungen des Diakonischen Werkes Bethanien e.V. (Solingen) und ihren Grundsätzen zur Führung niederschlagen soll.

UWE DAMMANN, Vorstand der Diakoniegemeinschaft Bethel e.V. (Berlin) reflektiert auf der Grundlage exegetischer Erkenntnisse, den Anspruch und die tatsächlichen Erfahrungen von Diakonie und zeigt anhand von drei Feldern, wie sich christliche Gemeinde dem „Ernst des Lebens“ stellt. Seine Thesen provozieren zum Neuformulieren und Umdenken, was christliche Diakonie sein soll und sein kann. Von RALF DZIEWAS, Professor für Diakonik am Theologischen Seminar Elstal (FH), veröffentlichen wir einen Vortrag, der in fünf Thesen Gemeinden ihren diakonischen Auftrag vor Augen stellt und sie zu Konsequenzen ihrer Erkenntnisse auffordert. Allen Beiträgen ist gemeinsam, dass sie Theorie und Erfahrung ins theologische Gespräch bringen und weiterführend reflektieren.

Nachdem wir zuletzt Leseempfehlungen zum Alten und Neuen Testament und zur Systematischen Theologie veröffentlicht haben, folgen passend zum Heftthema in dieser Ausgabe empfehlende Kurzvorstellungen aus dem Bereich der Diakoniewissenschaft durch Ralf Dziewas. Wir sind dem Verlag dankbar, dass diese Ausgabe um vier Seiten erweitert werden konnte, so dass vier Seiten Leseempfehlungen Platz gefunden haben. In der nächsten Ausgabe folgen noch weitere Literaturvorstellungen und zwar zu einzelnen Aufgabenfeldern der Diakonie.

In der Predigtwerkstatt geht Pastorin ANJA NEU-ILLG aus Hamburg-Eimsbüttel neue Wege mit einer experimentellen Predigt. Ihre mit Sicherheit viele Predigerinnen und Predigern anregende Verkündigung wird von HEINRICH SILBER kommentiert.

Michael Rohde (Schriftleitung)

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