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Aufsätze
Thomas Melzl: Prolegomena zu einer freikirchlichen Liturgik
Johannes Demandt: Welche Predigtsprache müssen wir heute sprechen, um Menschen mit dem Evangelium zu erreichen?

Predigtwerkstatt
Yvonne Ortmann: Predigt zu Hiob 23: Hiobs postmoderne Suche nach dem wahren Gott
Kommentar zur Predigt von Yvonne Ortmann zu Hiob 23 (Jochen Wagner)

Rezensionen

Das vorliegende Heft befasst sich mit Fragen aus dem Bereich der Praktischen Theologie, insbesondere mit einem Herzstück freikirchlicher Gemeindearbeit: mit dem Gottesdienst und der Predigt. Jede Generation von Glaubenden muss neu zu klären versuchen, wie sie auf der Grundlage des Evangeliums und in ihrem jeweiligen Kontext Gottesdienst feiern und das Evangelium verkündigen kann und will. Darum ist uns bleibend aufgetragen, theologisch über unseren Gottesdienst und über unsere Predigt nachzudenken.

In seinen „Prolegomena zu einer freikirchlichen Liturgik“ fasst Dr. THOMAS MELZL, Referent für den Gottesdienst in seinen Grundformen am Gottesdienst-Institut der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Bayerns in Nürnberg, zusammen, was er in verschiedenen Freikirchen an Veröffentlichungen zur Theorie und Praxis des Gottesdienstes gefunden hat, um diese Beiträge dann im Spiegel von Verhältnisbestimmungen wie z.B. der Frage nach Tradition und Innovation zu analysieren. Die Perspektive von außen durch den Gottesdienstspezialisten einer Landeskirche auf die freikirchliche „Liturgik“ erweist sich als sehr anregend für weitere theologische Arbeit im Blick auf die Gottesdienstlehre.

Der zweite Aufsatz zum Thema „Welche Predigtsprache müssen wir heute sprechen, um Menschen mit dem Evangelium zu erreichen?“ von Dr. JOHANNES DEMANDT, Pastor i.R. (BFeG) und Lehrbeauftragter für Systematische Theologie an der Theologischen Hochschule Ewersbach, fokussiert den Blick auf die Predigt im Gottesdienst. Demandt sucht Antworten auf die Themenfrage auf dem Hintergrund des homiletischen Dreiecks und thematisiert am Ende auf differenzierte Weise die Frage, inwiefern bei der Hörerfrage zwischen Glaubenden und Nichtglaubenden unterschieden werden sollte.

Die Predigtwerkstatt präsentiert eine Predigt von YVONNE ORTMANN, Pastorin in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Staaken, über Hiob 23. Die Predigt verbindet den Bibeltext mit dem Thema der postmodernen Suche nach Gott. Kommentiert wird die Predigt von Dr. JOCHEN WAGNER, Pastor der Freien evangelischen Gemeinde in Kirchberg (Rheinland-Pfalz) und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Evangelische Theologie an der Universität Koblenz-Landau.

Ein Wort in eigener Sache: Nach der Insolvenz des Oncken Verlags in Kassel, der unsere Zeitschrift herausgibt, sind wir dankbar, dass der Stuttgarter Verlag Blessings 4 You den Oncken Verlag übernommen hat und das THEOLOGISCHE GESPRÄCH weiter unter dem Signet des Oncken Verlags erscheinen kann. 

Michael Kißkalt (Schriftleitung)

Aufsatz:
Andreas Heiser/Markus Iff/Michael Schroth: Frei-evangelische Kirchentheorie. Ein Werkstattbericht

Predigtwerkstatt:
Jochen Schmidt: „Alles auf eine Karte“. Predigt zu Mat 13,45-46
Kommentar zur Predigt von Jochen Schmidt (Dirk Lüttgens)

Gemeindeaufbau, Gemeindeentwicklung – das waren bis vor einigen Jahren die Stichworte, die die praktisch-theologische Debatte um Gestalt und Auftrag der Kirche bestimmt haben. Seit den 90iger Jahren trat immer stärker der Begriff der Kirchentheorie in den Vordergrund der theologischen Diskussion. Eine Besonderheit dieser Diskussion ist ihr interdisziplinärer Charakter:

Aufsatz:
Jannik Höhfeld: Mission unter religiös indifferenten Menschen. Missiologische und gemeindekybernetische Überlegungen
Hans-Volker Sadlack: Missional Bibellesen „aus der Perspektive des anderen“ (A. Roxburgh). Wie der einheimische Elstaler das Gleichnis vom verlorenen Sohn versteht

Predigtwerkstatt:
Sebastian Noss: Der Gott, der nicht richtet. Predigt über Johannes 12,44-50
Kommentar zur Predigt von Sebastian Noss (Simon Hartung)

Viele Menschen in Mitteleuropa zeigen eine große Gleichgültigkeit in religiösen Fragen: Religion scheint sie einfach nicht zu interessieren. Sie kommen offenbar sehr gut ohne eine religiöse Bindung zurecht. Natürlich ist das nicht die einzige religiöse Haltung in unserer Gesellschaft: Manche leben ihre Religion in Verbindung mit einer religiösen Institution, andere sind irgendwie religiös, ohne sich mit einer entsprechenden Institution verbunden zu wissen.

Aufsätze:
Hartmut Weyel: Eduard Grafe (1855-1922) – Theologie zwischen biblischer Überlieferung und historischer Kritik
Thomas G. Oey: Gottlob Brückner (1783-1857) – ein Deutscher im Dienste der britischen Baptistenmission auf Java

Predigtwerkstatt:
Matthias Ehmann: Predigt zu Jeremia 29,1-11
Kommentar zur Predigt von Matthias Ehmann (Thomas Klammt)