Vorwort Heft 3/2018 : Pfingstkirchliche Theologie und Frömmigkeit

Seit den Anfängen ihrer Geschichte wird die christliche Kirche durch charismatische Strömungen herausgefordert und belebt. Während die moderne, am Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene pfingstliche Bewegung über Jahrzehnte von den etablierten christlichen Kirchen ignoriert oder ausgegrenzt wurde, findet man heute viele Punkte der Begegnung und gegenseitigen Bereicherung. Beflügelt wird diese neue Wahrnehmung durch theologische, historische und soziologische Forschungsarbeiten, die z.B. die kontextuelle Flexibilität und Relevanz der verschiedensten pfingstkirchlichen Bewegungen herausstellen. Darüber hinaus legen immer mehr Pfingstkirchen zunehmend großen Wert auf theologische Bildung und Sprachfähigkeit ihrer Leiter. Angesichts dieser Veränderungen geht der Ökumenische Rat der Kirchen schon seit vielen Jahren auf Pfingstkirchen weltweit zu und sucht den Dialog. Man kann von pfingstkirchlicher Theologie und Frömmigkeit nicht nur etwas in Bezug auf die Emotionalität des Glaubens lernen, sondern zum Beispiel auch im Hinblick darauf, wie man kontextuell Kirche entwickelt und Menschen in ihrer Persönlichkeit und in ihrem Glauben stärkt. Dazu wollen die Beiträge in diesem Heft anrgen.

In seinem Aufsatz „Geisterfahrung als Empowerment“ stellt Prof. Dr. Werner Kahl, Studienleiter an der Missionsakademie an der Universität Hamburg und Lehrbeauftragter für Neues Testament an der Goetheuniversität Frankfurt, noch einmal die wichtigsten Entwicklungen der Pfingstbewegung seit ihrem Entstehen zusammen und thematisiert die aktuellen Transformationsprozesse in den Pfingstkirchen, vor allem im Blick auf Ghana.

Prof. Dr. Peter Zimmerling, Professor für Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität in Leipzig, sichtet und kommentiert in seinem Beitrag neuere Forschungsarbeiten im Umfeld charismatischer und pfingstkirchlicher Bewegungen. Dass auch nichttheologische Forscher sich mit dem Thema beschäftigen, zeigt die gesellschaftliche Relevanz dieser Gruppen und ihrer Spiritualität.

Dem folgt dokumentarisch eine Selbstdarstellung von Dr. Bernhard Olpen, Pastor des Christlichen Zentrums Düsseldorf und Vorstandsmitglied des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland. In seinem Aufsatz bringt er die Spiritualität der Pfingstkirchen in eine Linie mit protestantischer Theologie und verweist auf grundsätzliche Veränderungen in vielen Pfingstkirchen hin zu missionalen Gemeindeformen, die nur schwer mit den pfingstlichen Ursprungsimpulsen am Anfang des 20. Jahrhundert zusammen zu bringen sind.

Der Predigtwerkstatt in diesem Heft liegt eine Erzähl-Predigt über Ruth 1 von Winfried Glatz, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Berlin-Pankow, zugrunde. Kurz kommentiert wird die Predigt von Pastor i.R. Ulrich Ahrens in der Freien evangelischen Gemeinde Solingen.

 

Michael Kißkalt (Schriftleitung)



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