Die Aufsätze, die wir in diesem Heft abdrucken, lassen sich nur schwer unter ein Thema fassen. Beide haben ihre je besondere Bedeutung und nehmen wichtige Themen in den Blick. Der Aufsatz „Das Verhältnis von Christentum und Judentum. Eine Änderung in der Rechenschaft vom Glauben erläutert“ wurde von zwei Professoren der Theologischen Hochschule Elstal verfasst: Prof. Dr. CARSTEN CLAUSSEN, Professor für Neues Testament, und Prof. Dr. DIRK SAGER, Professor für Altes Testament. Beide sind Mitglieder im „Fachkreis Christen und Juden“ des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG), der die Änderung des Artikels zum Verhältnis von Christen und Juden im Glaubensbekenntnis („Rechenschaft vom Glauben“) dieser Bundesgemeinschaft angeregt und in Kooperation mit dem Kollegium der Theologischen Hochschule Elstal erarbeitet hat. Die Autoren zeichnen die Geschichte der Haltung des BEFG zum Judentum seit 1945 kritisch nach und begründen und erläutern die Neuformulierungen des Artikels.
DARIUS MÜLLER, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Septuaginta- und biblische Textforschung an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal/Bethel, führt mit seinem Aufsatz „Die Editio Critica Maior des Neuen Testaments“ in die aktuelle Editionsarbeit der neutestamentlichen Textforschung ein. Der Aufsatz bietet zugleich einen intensiven Einblick in die Werkstatt und sorgfältige Arbeit dieses besonderen theologischen Wissenschaftszweiges zur Arbeit an der Textgeschichte und Rekonstruktion des griechischen Ausgangstextes des Neuen Testaments.
Die Predigtwerkstatt hat eine Predigt über Lukas 12, 16-19 zur Grundlage, die JANN-HENDRIK WEBER, Jugendpastor im Gemeindejugendwerk Nordwestdeutschland (BEFG) beim Abschlussgottesdienst des Micha-Netzwerk-Treffens in Oldenburg gehalten hat. Die Predigt über den „armen Reichen“ wird kommentiert von SSEBASTIAN STRASSBURGER, Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Garmisch-Partenkirchen.
An dieser Stelle soll diesmal auch ein herzlicher Glückwunsch stehen. Er gilt dem langjährigen Schriftleiter (1991-2007) des THEOLOGISCHEN GESPRÄCHS, Prof. Dr. UWE SWARAT, der im September 2020 seinen 65. Geburtstag feiert. Durch seine herausgeberischen Tätigkeiten und mit seinen zahlreichen eigenen Veröffentlichungen bringt er sehr engagiert freikirchliche Theologie in den akademischen Diskurs ein. Gottes Segen für ihn und seine Arbeit weiterhin!

Michael Kißkalt (Schriftleitung)

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